Plädoyer für Martina |
9 Staffel / Folge 106
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Inhaltsangabe :
Sprecher :
Herbert Böticher, Gerd Braasch, Lothar Ostermann, Rolf Becker, Günther Amberger, Lieselotte Römp-Panzer, Charles Wirths
Die Story:
Noch verhältnismäßig jung ist Martina Kolk an einem Herzleiden gestorben und eigentlich gibt es niemanden, der wirklich trauert. Im Gegenteil: fast sind die Freunde Eduard Kolks geneigt, den Witwer zu dem frühen, zufälligen Tod seiner Frau zu beglückwünschen. Immerhin habe ihn dieser überraschende Tod von seiner allzu exaltierten und leichtlebigen Frau befreit. Doch Eduard Kolk will seine junge Frau rehabilitieren, indem er ihr Bild Stück für Stück korregiert. Er stellt Martina als Opfer einer bedenkenlosen, egoistischen und rücksichtslosen Umwelt dar. Und diese Umwelt wird zusehends zum Angeklagten, zum Schuldigen an Martinas Tod. Ein Tod, der aus Kolks Sicht kein natürlicher Tod gewesen ist, sondern Mord. Ein Mord, unzählige Male begangen von den angeblichen Freunden der Familie und schließlich von einem einzigen Täter vollendet...
Die Expertenmeinung:
Die posthume Rehabilitierung von Martina, die nicht gerade als Kostverächterin galt, denn sie wurde schon von mehr Männern angefaßt, als die Türklinke der Herrentoilette vom Hamburger Hauptbahnhof, interessiert noch weniger als die aktuelle Singleauskopplung von Roland Kaiser. Dies ist ein Highsociety-Krimi aus der Mottenkiste. Die Akteure retten, was zu retten ist. Es gibt viele Verdächtige, aber wenig Spannung in dieser Flopinszenierung mit Top-Besetzung. Den moralisch erhobenen Zeigefinger, mit dem dieser unbeholfene Krimi aufwartet, wußte ich schon als Dreijähriger beim Bettnässen nicht zu schätzen.
Das Fazit:
Spannend, wie eine Gebißtauschparty mit anschließender Kathederpolonaise im Altenheim.